Aufputz- und Unterputz-Wasserzähler – die Unterschiede
Aufputz-Wasserzähler
Ein Aufputz-Wasserzähler wird sichtbar auf der Leitung
montiert, meist im Keller, Hausanschlussraum oder Technikraum.
Vorteile:
- Einfacher Zugang zur Ablesung
- Leichter Austausch und Wartung
- Ideal für Nachrüstungen oder Altbauten
Unterputz-Wasserzähler
Ein Unterputz-Wasserzähler wird in die Wand oder in eine
Montageeinheit eingebaut. Nur das Ablesefenster ist sichtbar.
Vorteile:
- Optisch unauffällige Installation
- Ideal für Neubauten oder moderne Bäder
Wasserzähler unterscheiden sich nach verschiedenen
Kriterien:
Messprinzip:
- Flügelradzähler (Einstrahl oder Mehrstrahl) – Standard in Wohnungen
- Ringkolben- und Verdrängungszähler – für kleine Durchflussmengen
- Turbinenzähler / Woltmannzähler – für hohe Volumenströme
Messbereich:
- Minimaldurchfluss (Q1) – kleinster messbarer Durchfluss
- Nenn- oder Dauerdurchfluss (Q3) – empfohlener Betriebsbereich
- Maximaldurchfluss (Q4) – höchster zulässiger Durchfluss
Eichgültigkeit:
- In Deutschland beträgt die Eichfrist meist 6 Jahre. Danach muss der Zähler geprüft oder ersetzt werden.
Auswahl des richtigen Wasserzählers
Beim Kauf sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
- Geeichte Ausführung gemäß Mess- und Eichgesetz
- Passender Messbereich zum Wasserverbrauch
- Einbauart: Aufputz oder Unterputz
- Einfache Zugänglichkeit zur Ablesung
- Zukunftssichere Technik (z. B. Funk- oder Impulsmodul)
- Montage durch einen Fachbetrieb
- Optional: zusätzlicher Zähler für Gartenwasser oder Nebennutzung
2-in-1 Wasserzähler für Warm- und Kaltwasser
Sogenannte 2-in-1 Wasserzähler erfassen Warm- und
Kaltwasser gleichzeitig. Sie verfügen über getrennte Messsysteme in einem Gehäuse und ermöglichen eine präzise Trennung des Verbrauchs beider Medien.
Solche Geräte sind besonders in Mehrfamilienhäusern oder bei separaten Heizsystemen praktisch.