Heizkostenverteiler – Allgemeine Informationen
Was ist ein Heizkostenverteiler?
Ein Heizkostenverteiler ist ein Messgerät, das den anteiligen
Wärmeverbrauch einzelner Heizkörper in Mehrfamilienhäusern oder gewerblichen Gebäuden erfasst. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der verbrauchsabhängigen Heizkostenabrechnung, wie sie in der Heizkostenverordnung (HKVO) vorgeschrieben ist.
Im Gegensatz zu Wärmemengenzählern messen Heizkostenverteiler nicht den exakten Energieverbrauch in Kilowattstunden, sondern erfassen relative Verbrauchswerte, die zur Verteilung der Gesamtheizkosten herangezogen werden.
Arten von Heizkostenverteilern
1. Elektronische Heizkostenverteiler
Elektronische Geräte haben „analoge Verdunster“ weitgehend ersetzt.
Sie arbeiten mit Temperatursensoren, die sowohl die Oberflächentemperatur des Heizkörpers als auch die Raumlufttemperatur erfassen.
Aus der Temperaturdifferenz und der Zeitdauer berechnet ein Mikroprozessor den Verbrauchswert.
Diese Werte werden auf einem digitalen Display angezeigt und regelmäßig gespeichert.
Vorteile:
- Hohe Messgenauigkeit durch elektronische Sensorik
- Automatische Speicherung von Stichtagswerten (z. B. 31.12.)
- Manipulationssicher und wartungsarm
- Keine Verdunstungsflüssigkeit erforderlich
2. Funk-Heizkostenverteiler
Funk-Heizkostenverteiler sind eine Weiterentwicklung
elektronischer Geräte.
Sie verfügen über ein integriertes Funkmodul, das die Verbrauchsdaten drahtlos an ein zentrales Datenerfassungssystem (z. B. Funk-Gateway) übermittelt.
Dies ermöglicht eine Fernablesung, ohne dass ein Ableser die Wohnung betreten muss.
Vorteile:
- Ablesung ohne Wohnungszugang Komfortabel und datensicher nach EU-Datenschutzrichtlinien
- Automatische Erfassung und Übertragung von Monats- oder Jahreswerten
- Zukunftssicher durch EED-konforme Fernablesung (EU-Energieeffizienzrichtlinie)